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ZUKUNFT MITTELAHR

Freitag, 17. Dezember 2021

DERNAU, MAYSCHOSS UND RECH GRÜNDEN WIEDERAUFBAUGESELLSCHAFT

Die drei Ortsgemeinden Dernau, Mayschoß und Rech treiben den Wiederaufbau in ihren Kommunen gemeinsam voran und gründen zu diesem Zweck eine Wiederaufbaugesellschaft als Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen „Zukunft Mittelahr“ (ZMAhr AöR). Nachdem alle Gemeinderäte die finale Satzung in ihren Sitzungen verabschiedet hatten, unterzeichneten die drei Bürgermeister in der Gründungsveranstaltung am Freitag, den 17.12., im Veranstaltungszelt der Johanniter in Dernau, stellvertretend für ihre Gemeinden den Vertrag und haben das Kooperationsprojekt somit offiziell auf den Weg gebracht.

Dominik Gieler, Alfred Sebastian und Hartwig Baltes

„Zwar sind die Orte hinsichtlich der Zerstörung durchaus unterschiedlich betroffen, letztlich stehen wir beim Wiederaufbau aber alle vor ähnlichen Aufgaben und Problemen. Unsere kommunale Infrastruktur ist nahezu vollständig zerstört. Wir wollen unsere Heimat wieder aufbauen. Die dazu notwendigen Projekte werden wir in der AöR nun gemeinsam vorantreiben“

Bürgermeister Dernau, Alfred Sebastian

„Sowohl von unserer Lage, der Bevölkerungsstruktur als auch in Hinblick auf den Tourismus, die Parkraumbewirtschaftung sowie die Jugend- und Freizeitstätten wollen wir in Zukunft gemeinsam denken und Synergien schaffen“

Erster Beigeordnete der Gemeinde Mayschoß ,Hartwig Baltes

Die Anstalt des öffentlichen Rechts soll gemeinsame Projekte der drei Ortsgemeinden federführend steuern. Letztlich verbleibt die Festlegung der Themen aber in den Händen der Gemeinden. Der Verwaltungsrat, der sich aus Vertretern der drei Gemeinden und den jeweiligen Bürgermeistern zusammensetzt, gibt die gemeinsamen Projekte vor und legt die Marschrichtung der AöR fest. Die AöR soll dann vor allen Dingen die ehrenamtlichen Bürgermeister und Gemeinderäte entlasten. Darüber hinaus soll sie zentraler Ansprechpartner für den Wiederaufbau der Gemeinden und gleichzeitig ein starkes Instrument für die Umsetzung der jeweiligen Projekte sein.

„Die Idee eine solche Gesellschaft zu gründen, hegen wir bereits seit den Tagen kurz nach der Flut. Wir standen und stehen seitdem in einem stetigen Austausch mit unseren Partnergemeinden und vollenden mit dem symbolischen Akt der Gründung nun den nächsten Schritt. Die Gründung ist auch ein Zeichen an unsere Bürgerinnen und Bürger, dass wir unser Tal und unsere Region der Mittelahr gemeinsam wiederaufbauen wollen“.

Bürgermeister Rech, Dominik Gieler

„Gerade in den Themen Tourismus, Schulen, Kindergärten, Sportstätten und auch bei den Dorfplätzen haben wir viele Gemeinsamkeiten. Wenn jede Gemeinde ihre Aufgaben für sich selbst angeht, verlieren wir Zeit und Kraft. Ein entscheidender Vorteil einer solchen Zusammensetzung ist die schnelle und flexible Aktions- und Reaktionsgeschwindigkeit in der Umsetzung der anstehenden Projekte. Die AöR gibt uns die Möglichkeit, die Kommunen bei der Aufgabenbewältigung zu entlasten und Kräfte zu bündeln. Eine enge Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde ist hierfür unerlässlich. Letztlich können wir unsere Verbandsgemeinde bei ihren Aufgaben unterstützen“

Dr. Gerd Wolter und Gerd Baltes, die die Gründung der Anstalt des öffentlichen Rechts von Beginn an begleitet haben.

Mit der Nahwärmeversorgung der drei Gemeinden ist bereits ein erstes Leuchtturmprojekt benannt, welches gemeinsam vorangetrieben wird. Denn eins ist klar: Nach der verheerenden Flutkatastrophe muss nunmehr schnellstmöglich eine zukunftssichere und nachhaltige Energieversorgung für die Mittelahr auf den Weg gebracht werden.

Donnerstag, 27. Januar 2022

Verwaltungsrat wählt ersten Vorsitzenden und startet ins operative Geschäft

Die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) „Zukunft Mittelahr“ (ZMAhr) hat mit der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, den 13. Januar, den nächsten Schritt in Richtung des gemeinsamen Wiederaufbaus der drei Ortsgemeinden Dernau, Rech und Mayschoß gemacht.

In der Sitzung im neu eingerichteten Bürocontainer in Rech, der gleichzeitig den Sitz der ZMAhr darstellen wird, wurde der Recher Bürgermeister Dominik Gieler von den Verwaltungsratmitgliedern zum ersten Vorsitzenden gewählt. Im Verwaltungsrat sitzen für die Ortsgemeinde Dernau neben Bürgermeister Alfred Sebastian, Dr. Gerd Wolter und Ingrid Näkel-Surges. Hartwig Baltes wird auf Mayschoßer Seite von Anneliese Baltes und Jörg Jeckstadt unterstützt. Die Gemeinde Rech wird vertreten von Dirk Stephan und Gerhard Schreier.

Für die zu besetzenden Vorstandsfunktionen der AöR ist jeweils eine Person aus den drei Orten vorgesehen. Vorbehaltlich der Vertragsunterschrift wurde für Dernau Martin Schell, für die Ortsgemeinde Rech Benjamin Vrijdaghs und für die Gemeinde Mayschoß Sebastian Sonntag in den Vorstand bestellt. Vor allem im operativen Geschäft soll der Vorstand – in enger Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat und den Gemeinderäten – das Gemeinschaftsprojekt Zukunft Mittelahr vorantreiben.

(von links) Sebastian Sonntag, Martin Schell, Benedikt Vrijdaghs und Dominik Gieler

Wie genau die Zusammenarbeit aussehen kann, wurde in der ersten Sitzung bereits abgesteckt. Vor allem die für den kommenden Winter zu schaffenden Heizmöglichkeiten und die damit verbundene Planung von Nahwärmenetzen steht im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. „Wir versuchen intensiv die Nahwärmenetze in unseren Orten zu etablieren. Wir sind der festen Überzeugung, dass sie einen echten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die gesamte Region bedeuten. Hier hoffen wir auf die Unterstützung des Landes“, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates Dominik Gieler. Aber auch Themen wie Tourismus und Jugend- und Freizeitflächen sollen vorrangig behandelt werden. Darüber hinaus soll die AöR eine enge Verzahnung der drei Gemeinden des „Saffenburger Ländchens“ auch in anderen Themen ermöglichen. „Die verwaltungstechnischen Schritte sind getan. Dafür möchte ich mich stellvertretend für unsere Gemeinden bei allen bedanken, die in den letzten Wochen und Monaten viel Arbeit in die AöR gesteckt haben. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir endlich operativ starten können. Ich freue mich auf die gemeinsamen Projekte mit Mayschoß und Dernau“, so Gieler abschließend.

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